WORKSHOPS IN BRAUNWALD – SCHWEIZ

Braunwald ist eines der wenigen autofreien Bergdörfer, in 80 Minuten von Zürich mit dem Zug (im Auto bis Linthal) erreichbar. Der Ort liegt auf einer sonnigen Südterrasse (1200m),  mit einem spektakulären hochalpinen Panorama. In der unterrichtsfreien Zeit sind Wanderungen, Badeausflüge zu einem klaren See, Bergtouren, die Klettersteige am Eggstock, Gleitschirmfliegen und weitere Sommeraktivitäten wie z. B. Tennis möglich. Im Dorf gibt es Unterkunftsmöglichkeiten in verschiedenen Hotels oder Ferienwohnungen/Häuser, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Post, Geldautomat etc.

Eishäuschen

 

Ursprünglich als Personalhaus des Grand Hotel Bellevue gebaut,wurde dieser „Holzwürfel“ 1988 ein Werkstatthaus für Schmuckmacher. Die große Werkstatt mit Zugang zur Terrasse verfügt über 12 Arbeitsplätze, die mit allen Grundwerkzeugen und den übliche Geräten ausgestattet sind. Ebenso viele Plätze finden sich im angrenzenden Zeichenraum. Das charmante Schmuckhaus ist einzigartig von seinem Äußeren und Inneren.

WORKSHOPS BRAUNWALD 2021

Die angegebenen Preise beinhalten nur die Kursgebühr. Für die meisten Workshops können Detailprogramme angefordert werden.

*Die Kurssprache ist Deutsch.

€ Angaben bei Kursschwankungen ohne Gewähr. Programmänderung vorbehalten

INHALTSBESCHREIBUNG

Teilnahmebedingungen

Die Spezialkurse werden von profilierten Gastdozenten, (meistens Fachlehrern von Schmuckschulen) geleitet. Die zu einer Teilnahme erforderlichen Vorkenntnisse sind vom Kurs abhängig. Im Zweifelsfall bitte bei der Design Werkstatt anfragen. Die für die diese Workshops benötigten Spezialwerkzeuge stehen in der Regel zur Verfügung.

 

 

05-06  Silberschmieden

Die Realisierung von Silberschmiedearbeiten erfordert eine kompetente Anleitung und eine aufwändige Ausstattung mit entsprechenden Werkzeugen Es wird immer schwieriger, eine Gelegenheit zum Erlernen dieser interessanten Technik zu finden. In diesen Kursen können verschiedene klassische Silberschmiedetechniken erlernt und erprobt werden. Die wichtigste und ursprünglichste Silberschmiedetechnik zur Herstellung von Hohlkörpern und Gefäßen ist das Treiben. Die Arbeit mit dem Hammer bietet sehr viele Möglichkeiten der Verformung. Ausgehend von Scheibenformen wird über verschiedenen Eisen, Hölzer oder Holzkuhlen das Material in die gewünschte Form gebracht. Flache oder auch hohe Gefäße sind möglich. Durch das planieren werden die Hammerspuren der vorherigen Bearbeitung geebnet.

 

 

Charly Geiger wird nach 25 Jahren altersbedingt keine Kurse mehr in Braunwald leiten. An dieser Stelle herzlichen Dank für seinen grossen Einsatz.

 

Kurs 5 Kursleitung: Bruno Sievering Lehre zum Gold und Silberschmied mit 2 Meisterprüfungen. Eigenes Atelier für Schmuck, Gerät und sakrale Gestaltung. 35 Jahre Silberschmiedelehrer an der FH Pforzheim und an der Zeichenakademie in Hanau.

 Kurs 6 Kursleitung: Brigitte Breusch-Veittinger  Lehre zur Silberschmiedin, Gesellenjahre, Meisterprüfung, Studium an der Akademie der Bildende Künste Nürnberg, fast 10 Jahre Werkstattleitung an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, seit 2004 freiberuflich mit eigener Werkstatt

 

07  Schmuck aus Papier

Papier mag auf den ersten Blick ein ungewohntes Material für Schmuck sein, bietet aber durch die Farbenvielfalt und das niedrige Gewicht sehr interessante Gestaltungsperspektiven. Zudem ist es einfach und günstig überall erhältlich, die meisten Grundtechniken der Verarbeitung sind vertraut. Nebst unterschiedlichen Buntpapieren, Japanpapieren und Kartons arbeiten wir auch mit Papiergarnen in verschiedensten Stärken. Mit Silber für die technischen Teile (z.B. beim Ohrschmuck) können wir so ganz neue Schmuckstücke kreieren.

Kursleitung: Bea Benedetti, Goldschmiedin, beschäftigt sich seit einigen Jahren mit organischen und textilen Materialien. Sie setzt sich vor allem mit Papier als Schmuck-Werkstoff auseinander und hat ihr Wissen im Bildungsgang Papier am Kurszentrum Ballenberg vertieft.

 

 

08  Schleifen von Edelsteinen

In einer Einführung werden Edel- und Schmucksteine und die für das Schleifen wichtigen Eigenschaften vorgestellt. Anschliessend wird die Bearbeitung der Rohsteine, der Umgang mit der Steinsäge und diversen Schleifmaschinen zum Facettieren, Cabochonschliff und zum Free Form Schleifen geübt. Sie können eigene Steine mitbringen oder Rohsteine zu günstigen Preisen am Ort auswählen.

Kursleitung: Hubert Heldner von Free Form Artists aus CH-Montreux und Noreen Masaki vom Lapidary Training Centre LTC in Dar-el-Salaam, Tanzania.

 

 

 

09  Email Techniken

Email ist die dauerhafte Verschmelzung der beiden Werkstoffe Metall und Glas. Die Vielfalt der Farben und Techniken bieten dem kreativen Emailkünstler ein unerschöpfliches Feld an Anwendungsmöglichkeiten. Das experimentelle und kunsthandwerkliche Emaillieren soll im Mittelpunkt dieses Seminars stehen. Es kann sowohl auf und in der Fläche als auch in der Form gearbeitet werden. Verschiedene Emailtechniken, wie Zellenemailtechnik, Grubenemailtechnik, Emailmalereitechnik und Industrieemailtechnik werden vermittelt.

Kursleitung: Mandy Rasch hat eine Goldschmiedeausbildung, ein abgeschlossenes Designstudium und eine eigene Werkstatt. Sie unterrichtet u. a. als freie Dozentin an der Handwerkskammer Erfurt, beteiligt sich an vielen Ausstellungen und an der Organisation des Erfurter Schmucksymposiums.

 

 

10  Traditionelle japanische Techniken

Iki (いき auch 粋) ist eines der klassischen ästhetischen Ideale Japans. Es entwickelte sich in Edo während der Tokugawa-Zeit. Iki zu sein bedeutete „anspruchsvoll zu sein, jedoch nicht übersättigt, unschuldig aber nicht naiv, Die Bitterkeit des Lebens probiert zu haben, genauso wie die Süße des Lebens“ als Ergebnis einer persönlichen Entwicklung. Kuki Shūzō  1888 in Tokio geboren, †  1941 in Kyoto, war ein japanischer Philosoph und Universitätsprofessor. Er studierte an den Universitäten in Tokio, Heidelberg und Freiburg Phänomenologie, 1930, kurze Zeit nach seiner Rückkehr nach Japan schrieb er sein Hauptwerk „Die Struktur von Iki“, mit dem er Generationen japanischer Schriftsteller und Denker inspirierte. In diesem Werk beschreibt er Iki als einen zentralen Bestandteil der japanischen Kultur. Viele traditionelle Handwerke basieren auf der Iki-Ästhetik. Vor allem Objekte aus Lack, Stoff, Keramik und natürlich Metall. Insbesondere die Techniken Irogane und Zogan haben sich seit der Edo-Zeit entwickelt und eine lange Tradition. Es ist kein „Attention getter“ eher  ein verstecktes Kleinod, das unerwartet sichtbar ist. So entstanden einzigartige Stücke. Die Liebe des Trägers zum Detail veranlasst die Menschen um ihn herum, ihn als "Iki" -Person oder "Iki" -Objekt zu erkennen. J. Kamata und T. Terajima werden zu Beginn des Workshops mit einer Power Point Präsentation die Bedeutung von IKI und die darin enthaltenen kreativen Anregungen darstellen. Danach wird die Herstellung der 3 traditionell japanischen Metall-Legierungen Shakudō, Shiro Shibuichi und Nami Shibuichi  gezeigt und geübt. Anschliessend wird die Flächentauschierung Nunomezogan gezeigt und geübt. Das zu bearbeitende Metallstück wird in Ziselierkitt befestigt, dann wird die Oberfläche des  Grundmaterials mit einem scharfen Meißelchen aufgeraut, anschließend wird in diese aufgeraute Struktur eine dünne Metallfolie geschlagen und flachgehämmert. Verschiedene Patinierverfahren mittels japanischer Rezepte werden vorgestellt und angewendet. Durch Experimente mit verschiedenen Materialien wie Metall, Holz, Kunststoff, Stein, Textil, Glas, Farbe, etc, können die Teilnehmenden eigene Ideen entwickeln, Materialien erforschen, technische Probleme lösen und ein Schmuckstück herstellen. In einer Schlussrunde werden die in diesem Workshop entstandenen Arbeiten ausgestellt und über die Ergebnisse gesprochen.

Kursleitung: Jiro Kamata (www.jirokamata.com) und Takayoshi Terajima werden diesen Kurs gemeinsam leiten. Jiro Kamata war nach seinem Studium an der Fachhochschule Pforzheim Meisterschüler und Assistent von Professor Otto Künzli an der Akademie der bildenden Künste in München. Takayoshi Terajima hat ebenfalls an der Akademie in München studiert: (takayoshiterajima.myportfolio.com)

 

 

11  Gießtechniken

Gießen ist eine interessante Technik für die Schmuckherstellung, da sie handwerklich keine großen Anforderungen stellt und zudem die vielfältigsten Formen und Ideen zulässt. Gießen soll nicht primär das Ziel haben, Schmuck im herkömmlichen, montierten Stil herzustellen. Formen und Strukturen, die mit den klassischen Goldschmiedewerkzeugen nicht machbar sind, geben der Gießtechnik die besondere Note. In diesem  Workshop werden verschiedene Gusstechniken wie das Wachsausschmelzverfahren, der Sandguss und der Ossa-Sepiaguss vorgestellt und geübt. Beim Ersten, auch Cire perdu genannt, werden kleinere Modelle, Schmuckobjekte oder Kleinplastiken aus Wachs modelliert, in eine Gipsmasse eingebettet, das Wachs ausgeschmolzen und verflüssigtes Silber mit der Hand- oder Tischschleuder in die Form gegossen. Beim Sandguss wird die zu gießende Form in einem ölhaltigen Sand abgeformt. Beim Ossa-Sepiaguss wird ein Tintenfischknochen der Länge nach durchgeschnitten und in die innere weiche Kalkschicht eine Wachsform eingedrückt oder eine Form geschnitten.

Kursleitung: Annina Rodigari. Goldschmiedin. Gestalterischer Vorkurs und Studium an der Fachklasse für Produktgestaltung an der HfG Zürich. Eigenes Atelier für Gestaltung und Webdesign.

 

 

12  Antiklastisches Schmieden

Antiklastisches Schmieden bietet Gestaltungsmöglichkeiten die mit konventionellen Methoden nicht denkbar sind. Durch das Schmieden der Bleche auf wellenförmigen Eisen oder Kunststoff wird die Wölbung in zwei Richtungen möglich wie es z. B. bei gewölbten Armreifen der Fall ist.

Kursleitung: Ronda Coryell aus Albuquerque, USA. Sie hat im Fach Kunst-Unterricht graduiert, ist Goldschmiedin und Schmuckgestalterin und war lange Dozentin an der Revere Academy of Jewelry Arts in San Francisco. Sie ist Autorin verschiedener Lehrvideos zu Schmucktechniken.

 

 

13  Faltungen und Hohlformen

Hohlformen: Im ersten Teil dieses Kurses werden mit einfachen Werkzeugen traditionelle und neue Verfahren ausprobiert, um Schmuck hohl anzufertigen. Techniken wie Drücken, Pressen, Tiefziehen, Schmieden, und spezielle Wachstechniken werden vorgestellt und angewandt. Am Beispiel von hohlen Armreifen wird gezeigt, wie man Einzelstücke oder Kleinserien herstellen kann. Metall zu falten erschliesst einen überraschend vielseitigen Umgang mit den natürlichen Eigenschaften von Metall: Linienfaltung, Kreuzfaltung, T-Faltung, Walzfaltung, Sternfaltung, Schlangenfaltung usw. Im zweiten Kursteil werden diese Dimensionen in der Oberflächengestaltung vorgestellt und ausprobiert.

Kursleitung: Georg Schulte, Goldschmied. Leiter der Goldschmiedewerkstatt Oeding in Münster und seit 2004 Dozent für Goldschmiedetechniken an vielen Institutionen.

 

14  Herbei, herbei was Löffel sei

Werken mit Holz ist ein Teil des schwedischen Begriffs Slöjd. Eine alte skandinavische Tradition, die den Menschen auf ganzheitliche Weise ansprechen möchte und neben der Wertschätzung von handwerklichem Tun auch den Blick für Proportionen und Schönheit fördert. Aus Grünholz wird mit der Axt ein erster grober Rohling gehauen. Dieser wird anschliessend mit verschiedenen Schnitzmessern und Schnitztechniken bearbeitet bis am Ende ein Löffel entsteht. Neben der Formgestaltung von Löffeln wird auch vermittelt, wie die Schnitzmesser geschärft und passgenaue Griffe hergestellt werden. Ebenso lernen die Teilnehmenden verschiedene zum Schnitzen geeignete Hölzer kennen.

Kursleitung: Georg Schulte. (Siehe Kurs 13)

 

Material

Eine umfangreiche Materialpalette wie Edel- und Buntmetalle, Edelsteine, Acrylglas, Hölzer, Leder, Federn und vieles mehr steht den Teilnehmern zur Umsetzung auch ausgefallener Schmuckstücke zur Verfügung. Die Abrechnung erfolgt individuell, je nach Verbrauch. In der gut ausgestatteten Fachbibliothek finden sich Informationen aus allen Bereichen des Schmuckschaffens.

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