WORKSHOPS IN BRAUNWALD – SCHWEIZ

Braunwald ist eines der wenigen autofreien Bergdörfer, in 80 Minuten von Zürich mit dem Zug (im Auto bis Linthal) erreichbar. Der Ort liegt auf einer sonnigen Südterrasse (1200m),  mit einem spektakulären hochalpinen Panorama. In der unterrichtsfreien Zeit sind Wanderungen, Badeausflüge zu einem klaren See, Bergtouren, die Klettersteige am Eggstock, Gleitschirmfliegen und weitere Sommeraktivitäten wie z. B. Tennis möglich. Im Dorf gibt es Unterkunftsmöglichkeiten in verschiedenen Hotels oder Ferienwohnungen/Häuser, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Post, Geldautomat etc.

Eishäuschen

 

Ursprünglich als Personalhaus des Grand Hotel Bellevue gebaut,wurde dieser „Holzwürfel“ 1988 ein Werkstatthaus für Schmuckmacher. Die große Werkstatt mit Zugang zur Terrasse verfügt über 12 Arbeitsplätze, die mit allen Grundwerkzeugen und den übliche Geräten ausgestattet sind. Ebenso viele Plätze finden sich im angrenzenden Zeichenraum. Das charmante Schmuckhaus ist einzigartig von seinem Äußeren und Inneren.

WORKSHOPS BRAUNWALD 2020

Die angegebenen Preise beinhalten nur die Kursgebühr. Für die meisten Workshops können Detailprogramme angefordert werden.

*Die Kurssprache ist englisch.

€ Angaben bei Kursschwankungen ohne Gewähr. Programmänderung vorbehalten

INHALTSBESCHREIBUNG

Teilnahmebedingungen

Die Spezialkurse werden von profilierten Gastdozenten, (meistens Fachlehrern von Schmuckschulen) geleitet. Die zu einer Teilnahme erforderlichen Vorkenntnisse sind vom Kurs abhängig. Im Zweifelsfall bitte bei der Design Werkstatt anfragen. Die für die diese Workshops benötigten Spezialwerkzeuge stehen in der Regel zur Verfügung.

 

 

07  Silberschmieden 1

Es wird immer schwieriger, eine Gelegenheit zum Erlernen dieser  interessanten Technik zu finden. Die Realisierung von Silberschmiedearbeiten erfordert eine kompetente Anleitung und eine aufwändige Ausstattung mit entsprechenden Werkzeugen. In diesem Kurs können verschiedene klassische Silberschmiedetechniken erlernt und erprobt werden.

Kursleitung: Karl Geiger, Lehre zum Silber- und Goldschmied, Studium an der Fachschule in Schwäbisch Gmünd. Nach acht Jahren Mitarbeit bei der alteingesessenen Berner Silberschmiede Pochon leitete Karl Geiger bis zu seiner Pensionierung die Werkstatt der Firma Engel in Thun.

 

 

 

08  Silberschmieden 2

Die wichtigste und ursprünglichste Silberschmiedetechnik zur Herstellung von Hohlkörpern und Gefäßen ist das Treiben. Die Arbeit mit dem Hammer bietet sehr viele Möglichkeiten der Verformung. Während des Entstehungsprozesses sind vielfältige Formen wahrnehmbar. Veränderungen sind jederzeit möglich. Das ist das besondere und schöne daran. Ausgehend von Scheibenformen wird über verschiedenen Eisen, Hölzer oder Holzkuhlen das Material in die gewünschte Form gebracht. Flache oder auch hohe Gefäße sind möglich. Durch das planieren werden die Hammerspuren der vorherigen Bearbeitung geebnet.

Der Kurs wird die handwerklich gestalterische Herangehensweise dieser Technik beinhalten.

Ausserdem wird das know how zur Montage verschiedener Elemente der Gefäße vermittelt.

Kursleitung: Annette Zey. Sie hat nach ihrer Ausbildung zur Gold und Silberschmiedin an der Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg studiert und dort als Meisterschülerin abgeschlossen.

1997 hat sie ein eigenes Atelier in Nürnberg und ist seit 1999 Dozentin der Werkbund Werkstatt Nürnberg.

 

 

09   Email

Email ist die dauerhafte Verschmelzung der beiden Werkstoffe Metall und Glas. Seit mehr als zwei Jahrtausenden nutzen Gold – und Silberschmiede das Medium „Email“, um Farbigkeit in ihre Werke einzubringen. In seiner Tiefe und Qualität bleibt es bis heute unerreicht und kann durch keinen anderen Werkstoff ersetzt werden. Die Vielfalt der Farben und Techniken bieten dem kreativen Emailkünstler ein unerschöpfliches Feld an Anwendungsmöglichkeiten. Das experimentelle und kunsthandwerkliche Emaillieren soll im Mittelpunkt dieses Seminars stehen. Es kann sowohl auf und in der Fläche als auch in der Form gearbeitet werden. Schritt 1 besteht darin die Grundlagen des Emaillierens kennen zu lernen und darauf aufbauend zu experimentieren und die Versuche wiederholbar zu machen. Danach werden verschiedene Emailtechniken, wie Zellenemailtechnik, Grubenemailtechnik, Emailmalereitechnik und Industrieemailtechnik vermittelt.

Kursleitung: Mandy Rasch hat eine Goldschmiedeausbildung, ein abgeschlossenes Designstudium und eine eigene Werkstatt Sie unterrichtet u. a. als freie Dozentin an der Handwerkskammer Erfurt, beteiligt sich an vielen Ausstellungen und an der Organisation des Erfurter Schmucksymposiums.

 

 

10 Fassen von Edelsteinen

Zu Übungszwecken werden verschiedene Fassungen mit Stein zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmenden können eigene Steine und die dazu passende Fassungen oder Schmuckstücke mitbringen, die dann nur noch gefasst werden müssen. Im Kurs werden spezifische Anliegen der Kursteilnehmenden berücksichtigt. Teilnehmende mit geringen Vorkenntnissen beginnen mit Cabochon, Zargen- und Grifffassungen. Dazu gehört das Herrichten der Werkzeuge, justieren der Stichel und Einpassen der Steine mit dem Fräser, antreiben der Zargen mit dem Geissfuss, Punzen und elektrischem Fasserhandstück. Talentierte oder Fortgeschrittene  können auch das Einreiben oder Verschnitt- Kornfassungen ausprobieren. Die benötigten Werkzeuge werden von der Design Werkstatt zur Verfügung gestellt.  (siehe auch den Wochenendkurs am 18. / 19. Mai in Freiburg).

Kursleitung: Wolfgang Schütz. Fassermeister mit einer eigenen Werkstatt in Pforzheim.  Er unterrichtet Fassen u.a. auch an der Gewerbeakademie in Freiburg.

 

 

11  Edelsteinschleifen Free Form und Facettieren

In einer Einführung werden Edel- und Schmucksteine und die für das Schleifen wichtigen Eigenschaften vorgestellt. Anschliessend wird die Bearbeitung der Rohsteine der Umgang mit der Steinsäge und diverser Schleifmaschinen zum Facettieren, Cabochonschliff und auch zum Free Form schleifen geübt. Dabei dürfen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Sie können eigene Steine mitbringen oder Rohsteine zu günstigen Preisen am Ort auswählen und schleifen.

Kursleitung: Hubert Heldner von Free Form Artists aus CH- Montreux und Noreen Masaki vom Lapidary Training Centre LTC Dar-es-Salaam Tanzania.

 

 

12  & 13  Traditionelle japanische Techniken

Meister Kageyama wird mit den Teilnehmenden zu Beginn dieses Kurses 3 traditionell japanische Metall-Legierungen anfertigen. Die Rezepte wurden viele Jahrhunderte streng geheim gehalten und gelangten erst ab dem 17. Jahrhundert nach Europa. Shakudō „Rotkupfer“ ist eine traditionelle japanische Metalllegierung aus Kupfer mit 3 – 5% Gold.  Shiro Shibuichi  ist ein Sammelbegriff für silberhaltige Kupferlegierungen. Nami Shibuichi setzt sich aus ca. 70% Cu 29 % Ag und 1% Au und enthält verschiedene Grautöne Im zweiten Teil des Workshops wird die Flächentauschierung Nunomezogan gezeigt und geübt. Das zu bearbeitende Metallstück wird in Ziselierkitt befestigt, dann wird die Oberfläche des Grundmaterials mit einem scharfen Meißelchen aufgeraut, anschließend wird in diese aufgeraute Struktur eine dünne Metallfolie geschlagen und flachgehämmert. Linientauschierung und das Ziselieren von dünnem Eisenblech ist ebenfalls Bestandteil des Programms. Verschiedene Patinierverfahren mittels japanischer Rezepte wie z.B. Pflaumenschnaps werden vorgestellt und angewendet.

Kursleitung: Kimiaki Kageyama war Professor und Leiter des Metallbereichs am Hiko Mizuno Jewelry College in Tokio, Japan.

 

 

14  Mokume-Gane

Der japanische Begriff Mokume Gane bedeutet wörtlich „Holzmaserung in Metall“, was den optischen Effekt dieser alten japanischen Technik treffend beschreibt. Dabei werden dünne Bleche aus Kupfer, Silber, Palladium oder Gold in mehreren Schichten übereinander verschweißt. In dem so entstandenen Barren werden durch teilweises Abtragen der Oberfläche Strukturen (Muster) eingearbeitet. Aus dem Barren wird ein gleichmäßig starkes Blech, welches an der Oberfläche Muster aus unterschiedlichen Metallen nebeneinander aufweist. In diesem Workshop wird gezeigt, wie man Bleche und Ringe in der Mokume Gane Technik anfertigt. Die Herstellung des Barrens erfolgt nach einem vereinfachten Verfahren mit einem Brenner anstelle eines speziellen Ofens. So kann jeder Teilnehmer nach dem Kurs mit geringem Aufwand Mokume Gane Schmuckstücke herstellen.

Kursleitung: Georg Schulte, Goldschmied. Seit 2004 Dozent für Mokume Gane an verschiedenen Institutionen und Leiter der Goldschmiedewerkstatt Oeding in Münster

 

 

 

15  Gießtechniken 

Gießen ist eine interessante Technik für die Schmuckherstellung, da sie handwerklich keine großen Anforderungen stellt und zudem die vielfältigsten Formen und Ideen zulässt. Gießen soll nicht primär das Ziel haben, Schmuck im herkömmlichen, montierten Stil herzustellen. Formen und Strukturen, die mit den klassischen Goldschmiedewerkzeugen nicht machbar sind, geben der Gießtechnik die besondere Note. In diesem  Workshop werden verschiedene Gusstechniken wie das Wachsausschmelzverfahren, der Sandguss und der Ossa-Sepiaguss vorgestellt und geübt. Beim Ersten, auch Cire perdu genannt, werden kleinere Modelle, Schmuckobjekte oder Kleinplastiken aus Wachs modelliert, in eine Gipsmasse eingebettet, das Wachs ausgeschmolzen und verflüssigtes Silber mit der Hand- oder Tischschleuder in die Form gegossen. Beim Sandguss wird die zu gießende Form in einem ölhaltigen Sand abgeformt. Beim Ossa-Sepiaguss wird ein Tintenfischknochen der Länge nach durchgeschnitten und  in die innere weiche Kalkschicht eine Wachsform eingedrückt oder eine Form geschnitten,

Kursleitung: Annina Rodigari. Goldschmiedin. Gestalterischer Vorkurs und Studium an der Fachklasse für Produktgestaltung an der HfG Zürich. Eigenes Atelier für Gestaltung und Webdesign.

 

 

 

16 japanische Lacktechniken

In diesem Kurs erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die faszinierende Welt der japanischen Lacktechnik als komplexes Kunsthandwerk. Es werden 5 verschiedene Techniken des Lackierens mit Cashewlack auf Metall, Holz und Plastik gezeigt. Diese können parallel an mitgebrachten Schmuckstücken oder Objekten angewendet werden. Die verschiedenen Grundierungen werden vorgestellt, Farben gemischt, der ganze Prozess des Malens, Schicht um Schicht, das Nassschleifen und die abschliessende Poliermethode gezeigt und angewendet. Die dabei verwendeten Materialien sind verschiedene Arten von Körner, Samen, Gold-, Kupfer- und Silberpulver, Eierschalen und Textilien, welche raffinierte Texturen und Muster erzeugen. Im Workshop wird vorwiegend transparenter Lack verwendet, dem farbige mineralische Pigmente beigefügt werden, schwarzer und leicht rötlicher Lack. Die Grundidee besteht darin, verschiedene Höhen von Lackschichten zu einer ebenen Fläche zu bringen. Dies geschieht beispielsweise mittels Auflegen und Entfernen von Reiskörnern in die nasse Lackschicht und schichtweises Auffüllen der entstandenen Vertiefungen mit einer anderen Farbe, Parkettieren von Eierschalen oder Malen und Übermalen verschiedener Farbschichten. Nach jedem Trocknungsprozess wird nass geschliffen und wieder lackiert. Dieser Prozess wiederholt sich bis der gewünschte Effekt erzielt ist und eine plane Fläche entsteht.  Am Schluss wird von Hand mit feinstem Schleifpapier und Paste poliert. Die fertige Urushi- oder Cashew – Oberfläche ist beständig gegen Wasser, Alkohol, Lösemittel und Säuren, dauerelastisch und lebensmittelecht. Das Harz verhindert außerdem das Wachstum von Schimmelpilzen., einige der Werkzeuge, (ein Streurohr (Funzutsu) und eine Nadelspitze) werden wie Im japanischen Kunsthandwerk üblich, im Kurs hergestellt

Kursleitung:  Francine Schloeth, lebt seit 2002 in Buenos Aires Argentinien. Design Studium in Basel. Weiterführende Studien zeitgenössischer Schmuckkunst Escola Massana, Studium Japanlack (Cashew) mit Sabine Hauss und Hiro Kanazawa, Barcelona; Urushi Lackstudium bei Takahiro Yatsui, Daitetsu Studio, Wajima, 2011 und 2017 bei Kato-Studio, Kyoto, Japan. Zahlreiche, regelmässige Workshops in Ateliers und Schmuckschulen von Buenos Aires, Brasilien und Chile. Tätig im Bereich Produkt Design, zeitgenössischer Schmuckgestaltung, Skulpturen und Objekte.

 

 

Material

Eine umfangreiche Materialpalette wie Edel- und Buntmetalle, Edelsteine, Acrylglas, Hölzer, Leder, Federn und vieles mehr steht den Teilnehmern zur Umsetzung auch ausgefallener Schmuckstücke zur Verfügung. Die Abrechnung erfolgt individuell, je nach Verbrauch. In der gut ausgestatteten Fachbibliothek finden sich Informationen aus allen Bereichen des Schmuckschaffens.

Copyright © Design Werkstatt, Alle Rechte vorbehalten.