WORKSHOPS IN BRAUNWALD – SCHWEIZ

Braunwald ist eines der wenigen autofreien Bergdörfer, in 80 Minuten von Zürich mit dem Zug (im Auto bis Linthal) erreichbar. In der unterrichts-freien Zeit sind Wanderungen, Badeausflüge zu einem klaren See am Fuße einer wilden Berg- und Gletscherkulisse, Bergtouren, Gleitschirmfliegen und weitere Sommeraktivitäten wie z. B. Tennis möglich. Im Dorf gibt es Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Post, Geldautomat etc. Der Ort liegt auf einer sonnigen Südterrasse (1200m),  mit einem spektakulären hochalpinen Panorama.

Eishäuschen

 

Ursprünglich als Personalhaus des Grand Hotel Bellevue gebaut,wurde dieser „Holzwürfel“ 1988 ein Werkstatthaus für Schmuckmacher. Die große Werkstatt mit Zugang zur Terrasse verfügt über 12 Arbeitsplätze, die mit allen Grundwerkzeugen und den übliche Geräten ausgestattet sind. Ebenso viele Plätze finden sich im angrenzenden Zeichenraum. Das charmante Schmuckhaus ist einzigartig von seinem Äußeren und Inneren.

WORKSHOPS BRAUNWALD 2017

Die angegebenen Preise beinhalten nur die Kursgebühr. Für die meisten Workshops können Detailprogramme angefordert werden.

*Die Kurssprache ist englisch.

€ Angaben bei Kursschwankungen ohne Gewähr. Programmänderung vorbehalten

INHALTSBESCHREIBUNG

Grundlagen

Workshops für Einsteiger und Teilnehmende mit Vorkenntnissen. Handwerkliches Geschick kann sich gleichzeitig mit der Entfaltung des kreativen Potentials entwickeln. Wir lernen die Kraft intuitiven Gestaltens, die Wirkung und Bedeutung bestimmter Materialien, Formen und Farben kennen. Eine ganzheitliche Betrachtungsweise unterstützt uns, materialgerecht eigene Ideen zu realisieren Durch eine individuelle Betreuung können Einsteiger die Grundtechniken kennenlernen, Fortgeschrittene erweitern das bereits vorhandenen Niveau und lernen Neues dazu.

 

Fortgeschrittene und Profis

Die Spezialkurse werden von profilierten Gastdozenten, (meistens Fachlehrern von Schmuckschulen) geleitet. Die zu einer Teilnahme erforderlichen Vorkenntnisse sind vom Kurs abhängig. Im Zweifelsfall bitte bei der Design Werkstatt anfragen. Die für die diese Workshops benötigten Spezialwerkzeuge stehen in der Regel zur Verfügung.

 

 

08  Silberschmieden   16. – 21. Juli

Es wird immer schwieriger, eine Gelegenheit zum Erlernen dieser  interessanten Technik zu finden. Die Realisierung von Silberschmiedearbeiten erfordert eine kompetente Anleitung und eine aufwändige Ausstattung mit entsprechenden Werkzeugen. In diesem Kurs können verschiedene klassische Silberschmiedetechniken erlernt und erprobt werden.

Kursleitung: Karl Geiger, Lehre zum Silber- und Goldschmied, Studium an der Fachschule in Schwäbisch Gmünd. Nach acht Jahren Mitarbeit bei der alteingesessenen Berner Silberschmiede Pochon leitete Karl Geiger bis zu seiner Pensionierung die Werkstatt der Firma Engel in Thun.

 

 

09 Antiklastisches Schmieden    23. – 28. Juli

Bereits bei historischen Silberschmiedearbeiten gibt es antiklastisch geformte Details. Aber erst durch die Arbeiten von Michael Good hat sich diese Technik in den letzten 10 Jahren zu einer interessanten formbestimmenden Möglichkeit entfaltet. Antiklastisches Schmieden bietet Gestaltungsmöglichkeiten, die mit konventionellen Methoden nicht denkbar sind. Durch das Schmieden der Bleche auf wellenförmigen Eisen oder Hölzern wird das Auftiefen in 2 Richtungen möglich, wie es z. B. bei gewölbten Armreifen der Fall ist. Beim antiklastischen Schmieden sind 2 Werkzeuge maßgebend : Antiklastikriegel und Hammer. Der Antiklastikriegel ist ein wellenförmig konisch verlaufender Riegel aus  Eisen, Plastik oder Holz. Die Teilnehmenden üben diese Techniken in Kupfer oder Silber. Interessenten haben die Chance, mit Argentium Silber 935 zu arbeiten. Diese neue Silberlegierung ist durch die größere Dehnbarkeit für diese Arbeiten ideal. Eisen & Hämmer und Argentium können nach dem Workshop gekauft werden. Die Kurssprache ist Englisch.

Kursleitung: Ronda Coryell, Goldschmiedin. Sie war viele Jahre Dozentin an der Revere Academy in San Francisco, unterrichtet weltweit und ist als Verfasserin verschiedener Lehrmedien aktiv. 8 

 

 

10  Treibziselieren     30. Juli – 04. August

Treibziselieren erweitert die handwerklichen und gestalterischen Möglichkeiten in der Schmuckgestaltung durch die plastische Verformung von Metallblech zum Relief. In einer theoretischen Einführung wird die Technik und die dazu notwendige Ausstattung erklärt. Die praktische Arbeit beginnt mit der Anfertigung eines Grundsortiments von drei Punzen. Im Verlauf des Kurses fertigen die Teilnehmer weitere Punzen an. In ersten Übungen wird das Aufkitten des Bleches auf Treibkitt und das Ziehen gerader und geschwungener Linien in Kupferblech geübt. Dabei wird auf die richtige Handhabung von Punzen und Ziselierhammer geachtet. Im weiteren Verlauf des Kurses geht es darum, ein Metallrelief durch das Bearbeiten des Bleches auf der Vorder- und Rückseite entstehen zu lassen, häufiges Abkitten und Ausglühen ist bei dieser Arbeit erforderlich. In eigenen Entwürfen können auch weitere Materialien wie Silber, Gold, Alu, oder Eisen) eingesetzt werden.

Kursleitung: Rolf Lindner Erfurt

 

 

11  Fassen von Edelsteine     06. – 11. August

Die Verbindung von edlen Steinen und Edelmetallen hat eine lange Tradition. Wertvolle Steine sollen geschützt, vor dem Herausfallen gesichert und auf eine Art gefasst werden, die zum Stil des Schmuckstücks passt. Die Herstellung von Fassungen oder ganzen Schmuckstücke beansprucht zu viel Zeit. Deshalb wird der Kurs sich ganz auf die Fasstechniken beschränken. Zu Übungszwecken werden verschiedene Fassungen mit Stein zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmenden können eigene Steine und die dazu passenden Fassungen oder sogar Schmuckstückemitbringen, die dann nur noch gefasst werden müssen. Im Kurs werden spezifische Anliegen der Kursteilnehmenden berücksichtigt. Teilnehmende mit geringen Vorkenntnissen beginnen mit Cabochon, Zargen- und Grifffassungen. Dazu gehört das Herrichten der Werkzeuge (z.B. das richtige Anschleifen der Stichel), justieren der Stichel und Einpassen der Steine mit dem Fräser, antreiben der Zargen mit dem Geissfuss, Punzen und elektrischem Fasserhandstück. Talentierte oder Fortgeschrittene  können auch das Einreiben oder Verschnitt- Kornfassungen ausprobieren. Die benötigten Werkzeuge werden von der Design Werkstatt zur Verfügung gestellt. Teilnehmende , die schon eigene Fasswerkzeuge besitzen, dürfen diese gerne mitnehmen und im Kurs einsetzen. Der Kurs setzt Grundkenntnisse und handwerkliches Geschick voraus. Das Fassen von Schmucksteinen ist faszinierend, erfordert aber auch Geduld und die Fähigkeit, genau zu arbeiten.

Kursleitung:  Wolfgang Schütz. Fassermeister mit einer eigenen Fasserwerkstatt in Pforzheim.

Er unterrichtet Fassen u.a. auch an der Gewerbeakademie in Freiburg.

 

 

 

12  Email „die Farbe aus dem Feuer“  13. – 18. August

Email ist die dauerhafte Verschmelzung der beiden Werkstoffe Metall und Glas. Seit mehr als zwei Jahrtausenden nutzen Gold – und Silberschmiede das Medium „Email“, um Farbigkeit in ihre Werke einzubringen. In seiner Tiefe und Qualität bleibt es bis heute unerreicht und kann durch keinen anderen Werkstoff ersetzt werden. Die Vielfalt der Farben und Techniken bieten dem kreativen Emailkünstler ein unerschöpfliches Feld an Anwendungsmöglichkeiten. Das experimentelle und kunsthandwerkliche Emaillieren soll im Mittelpunkt dieses Seminars stehen. Es kann sowohl auf und in der Fläche als auch in der Form gearbeitet werden. Schritt 1 besteht darin die Grundlagen des Emaillierens kennen zu lernen und darauf aufbauend zu experimentieren und die Versuche wiederholbar zu machen. Danach werden verschiedene Emailtechniken, wie Zellenemailtechnik, Grubenemailtechnik, Emailmalereitechnik und Industrieemailtechnik vermittelt.

Kursleitung : Mandy Rasch hat eine Goldschmiedeausbildung, ein abgeschlossenes Designstudium und eine eigene Werkstatt Sie unterrichtet u. a. als freie Dozentin an der Handwerkskammer Erfurt, beteiligt sich an vielen Ausstellungen und an der Organisation des Erfurter Schmucksymposiums.

 

 

13 Traditionelle japanische Techniken    20. – 26. August

Professor Kageyama wird mit den Teilnehmenden traditionelle japanische Metall-Legierungen anfertigen: Shakudo, Shiro Shibuichi und Nami Shibuichi. Mit diesen Basismetallen werden im zweiten Teil des Workshops die Flächentauschierung „Nunomezogan“ gezeigt und geübt. Das zu bearbeitende Metallstück wird mit einem scharfen Meisselchen aufgeraut, anschließend wird in diese aufgeraute Struktur eine dünne Metallfolie geschlagen und flachgehämmert. Abschließend werden verschiedene Patinierverfahren mittels japanischer Rezepte vorgestellt und angewendet.

Kursleitung: Kimiaki Kageyama. Professor und Leiter des Metallbereichs am Hiko Mizuno Jewelry College in Tokio Japan.

 

 

 

14 Traditionelle japanische Techniken    27. August – 02. September

Schwerpunkt in Professor Kageyamas zweitem Workshop wird hauptsächlich die Gestaltung und Bearbeitung von feinem Eisenblech sein. Dazu gehört das Schmieden Färben und Tauschieren von feinen Eisenblechen. Die Gestaltung und Herstellung japanischer Schwerter hat eine lange Tradition. K. Kageyama hat die damit verbundenen handwerklichen Techniken studiert und in seine eigenen Arbeiten einfliessen lassen. Die aus dünnem Eisenblech geschmiedeten und ziselierten Blätter haben unter Anderem ihre Tradition und Entsprechung in den berühmten Arbeiten aus Eisen, die während der Edo -und Meijzeit einen Kulminationspunkt technischer Virtuosität und künstlerischer Umsetzung in den hoch spezialisierten Metall-Werkstätten von Meistern des Schwertzubehörs darstellen.  Die Sprache in beiden Kursen ist englisch.

Kursleitung: Kimiaki Kageyama. Professor und Leiter des Metallbereichs am Hiko Mizuno Jewelry College in Tokio Japan.

 

 

15  Hohlformen und Falttechnik    04. – 09. September

Im ersten Teil dieses Kurses werden mit einfachen Werkzeugen traditionelle und neue Verfahren ausprobiert, um Schmuck hohl anzufertigen. Techniken wie Drücken, Pressen, Tiefziehen, Schmieden, und spezielle Wachstechniken werden vorgestellt und angewandt. Am Beispiel von hohlen Armreifen wird gezeigt, wie man Einzelstücke oder Kleinserien herstellen kann. Metall zu falten erschliesst einen überraschend vielseitigen Umgang mit den natürlichen Eigenschaften von Metall: Linienfaltung, Kreuzfaltung, T- Faltung, Walzfaltung, Sternfaltung, Schlangenfaltung usw. Im zweiten Kursteil werden diese Dimensionen in der Oberflächengestaltung vorgestellt und ausprobiert.

Kursleitung: Georg Schulte, Goldschmied. Seit 2004 Dozent für Mokume Gane an verschiedenen Institutionen und Leiter der Goldschmiedewerkstatt Oeding in Münster.

 

 

 

Miete eines Werkplatzes

In einer separaten kleinen Werkstatt können in der Zeit vom 15. Juli bis 08. September 2017 eingerichtete Werkplätze ohne Betreuung wochenweise für CHF 150,- gemietet werden. Vier Plätze können von selbständig arbeitenden Interessenten im Anschluss an einen Kurs zur Verlängerung des Aufenthaltes in Braunwald oder von Gruppen nach Anfrage zum Spezialtarif gemietet werden.

 

Material

Eine umfangreiche Materialpalette wie Edel- und Buntmetalle, Edelsteine, Acrylglas, Hölzer, Leder, Federn und vieles mehr steht den Teilnehmern zur Umsetzung auch ausgefallener Schmuckstücke zur Verfügung. Die Abrechnung erfolgt individuell, je nach Verbrauch. In der gut ausgestatteten Fachbibliothek finden sich Informationen aus allen Bereichen des Schmuckschaffens.

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